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Warum Multitasking nicht funktioniert

Wissen Sie noch wie Ihr Kaffee heute Morgen geschmeckt hat? Oder, welche Farbe das Oberteil Ihres Partners hatte?

 

Ist es nicht eher so, dass Sie, während Sie  ihren Morgenkaffee getrunken haben, schon in Gedanken bei Ihrem kommenden Arbeitstag waren? Oder in Gedanken die Geburtstagsparty Ihrer Tochter planten?

 

Wir leben im unbewussten Gewohnheitsmodus, lassen uns von Gedanken an die Zukunft oder die Vergangenheit ablenken oder von äußeren Reizen. Dies verursacht Stress!

Die Anforderungen unserer schnelllebigen Gesellschaft zehren an persönlicher Energie und Gesundheit.

 

Sie sind z.B. nicht achtsam wenn Sie

 

-         auf „Autopilot“ schalten und Tätigkeiten automatisch ausführen (z.B. Zähne putzen, Auto fahren usw.)
 

-         sich endlos in einem Gedankenkarussell befinden und Probleme wälzen

-         sich in Gedanken permanent in der Zukunft oder Vergangenheit befinden

-         Tagträumen

-         das Gefühl haben, nicht mehr zu wissen wo Ihnen der Kopf steht.

 

 

Achtsamkeit und Abschalten können sind ein Handwerkszeug für hektische Zeiten. Die gute Nachricht ist: Achtsamkeit kann man lernen!

 

Achtsamkeit bedeutet, Sie lenken die Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das was Sie gerade tun und wahrnehmen. Die Frage dabei ist immer: Was passiert gerade in mir? Was denke, sehe, fühle, tue ich in diesem Moment?

 

Es geht darum dies alles einfach nur wahrzunehmen, ohne es zu bewerten. Alles hat seine Berechtigung und darf da sein.

Hier einige Impulse zum Einüben der Achtsamkeit im Alltag.

 

Beobachten Sie

 

-         wie sich der Bissen, den Sie sich gerade in den Mund schieben anfühlt und schmeckt (Konsistenz, Temperatur, Größe…)

-         wie Sie atmen. Wohin strömt der Atem? Wie tief atmen Sie? Wie lange dauert das Ein- bzw. Ausatmen)

-         wie sich Ihr Körper anfühlt. Wandern Sie in Ihrer Vorstellung ganz bewusst von oben nach unten von einem Körperteil zum anderen


Im Grunde reicht es schon wenn Sie sich eine Minute Zeit nehmen und sich fragen: „Was passiert gerade in mir?“ oder Sie richten die Aufmerksamkeit ins Außen und fragen: „Was höre/sehe/rieche ich gerade?“

 

Dieser Augenblick der bewussten Achtsamkeit bringt Sie aus Ihren Grübel- oder Wutgedanken und wirkt so heilsam auf Ihre Psyche.

 

Eine Vielzahl an Studien haben gezeigt: Wer sich täglich in Achtsamkeit übt, stärkt seine Gesundheit und gewinnt an Gelassenheit und Ruhe. Durch das Leiten der Aufmerksamkeit auf den Augenblick kann man Abstand zu sich selbst gewinnen. Wer alles nur wahrnimmt ohne zu bewerten, kann erleben, wie Gefühle und Gedanken kommen und wieder gehen. Und je geübter man darin wird, sich und seine Regungen wie ein wohlwollender Beobachter zu betrachten, umso mehr verlieren auch negative Gefühle und Gedanken ihre Durchschlagkraft.

 

Wenn Sie mehrmals am Tag über einen längeren Zeitraum üben, entwickeln Sie eine Gewohnheit, die Ihnen im Alltag zur Stressreduktion oder zur Bewältigung Ihrer Ängste enorme Dienste erweisen kann.

 

Fangen Sie doch gleich heute mit einer wundervollen Übung an:

 

Wenn Sie heute nach Hause kommen, begrüßen Sie Ihren Partner nicht mit einem gestressten Hallo und einem flüchtigen Kuss.

Nehmen Sie ihn stattdessen ganz bewusst in den Arm, spüren Sie seine Wärme, seinen Duft und seinen Herzschlag. Schauen Sie ihm in die Augen und sagen Sie etwas Nettes. Seien Sie mit all Ihren Sinnen bei ihm.

 

Viel Spaß beim Üben.

 

 

 

 

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